Arbeits-Biografie

Elektrotechnische Ausbildung, 1956 /57 Volontariat Condor-Dokumentarfilm AG.

Ab 1958 freischaffender Filmtechniker und Kameraassistent bei Dokumentarfilmen (Otto Ritter, Andreas Demmer u.a..) / 1960 Ausstellungsmitarbeit «Der Film» KGMZ
 

Dreharbeiten1959-1967 Mitarbeit als Filmtechniker, Kamera- und Schnittassistent oder Cutter an zahlreichen Spielfilmen

Hast noch der Söhne ja? / Third Men at the Mountain (Walt Disney Prod.) / An heiligen Wassern / Es geschah am hellichten Tag / Die Ehe des Herrn Mississippi / Hazy Osterwald Story / Chikita / Demokrat Läppli / Es Dach überem Chopf / Der 42. Himmel / Der Sittlichkeitsverbrecher / Im Parterre links / Der Würger vom Tower u.a.)

«An Heiligen Wassern» (1960)
sitzend v.l.n.r. Regisseur Alfred Weidenmann,
Schauspieler Hansjörg Felmy, Peter Münger
bei der Vorbereitung einer Fahraufnahme
auf einem offenen Güterwagen


1963/64 Mitarbeiter von Ernst A. Heiniger (m it «Grand Canyon» Dokumentarfilm-Oscargewinner 1959) am Circarama-Film »Rund um Rad und Schiene« (nach System Walt Disney) dem Beitrag der SBB zur Expo 64 (Dreharbeiten, Schnitt der neun parallel laufenden Filme in Technicolor, Stereovertonung mit Kreuzverhall).

Expofilm 1964Dokumentarfilme mit Ernst Scheidegger:
Expo 64 (für Max Bill, 14'30")

Film, Giacometti1964/65 Alberto Giacometti, 35mm Farbfilm, 28 Minuten. (Qualitätsprämie des Bundes, Offizieller Schweizer Film in Cannes, Venedig: Preis des Europarats, Zürcher Filmpreis)
«Dieses filmische Porträt Giacomettis ist einer der grossen Künstlerdokumentarfilme des 20. Jh. und steht in einer Reihe mit Hans Namuths Filmen über Jackson Pollock und Henri-Georges Clouzots Film «Le mystère Picasso». (Ulf Küster, Fondation Beyeler).

Drehen Switzerland1966/67 erneut Mitarbeiter von Ernst A. Heiniger für den Film «Switzerland» im 70mm Todd-AO-Verfahren (Konzept, Kamera, Schnitt, Vertonung), offizieller Filmbeitrag für die Weltausstellung 1967 in Montreal, Musik Rolf Liebermann (Zürcher Filmpreis)


1967/69 Dokumentarfilme mit Ernst Scheidegger: für Swissair in Indien, Nordafrika, Hongkong, Ceylon. Zwei Filme über den Schweizer Winter für die USA.

Erste Künstlerfilme mit Karl Gerstner, Paul Talmann, Rolf Brem, Hugo Schuhmacher.



1987–1993 Arbeit an einem Filmprojekt zum Thema
«Stauffer-Bern» - die unmögliche Synthese von Kunst, Politik und Geld.

StaufferDer im Emmental geborene, später vor allem in Deutschland hochgerühmte Maler, Radierer, Plastiker und Literat Karl Stauffer, genannt Stauffer-Bern, ein Jahrhunderttalent, ist 1891 erst 33-jährig in Florenz an einer Überdosis Chloral gestorben.

Die Geschichte von Stauffer-Bern zeigt in exemplarischer Weise das Werden, Ringen und die Selbstzweifel eines Künstlers.

Sie zeigt aber auch den Umgang und die Geringschätzung der hohen Politik gegenüber den Künstlern des eigenen Landes. Stauffer wurde auf Anordnung des Bundesrats in Italien in Ketten gelegt, seine Muse, Lydia Escher in die Psychiatrie eingeliefert. In diesen kurzen Leben liegt ein für die Schweiz einmaliger kultur- und sozialpolitischer Zündstoff, ausgelöst durch Stauffer und seine ebenfalls durch Selbstmord verschiedene Freundin Lydia, die einzige Erbin von «Eisenbahnkönig» Alfred Escher, genannt «der Princeps von Zürich», dem mächtigsten Schweizer der damaligen Zeit.

Dass das Spannungsfeld von Geld, Macht und Kunst seine unheilvollen Seiten hat, ist auch heute noch ein besonders aktuelles Thema.

Nach meinen umfangreichen Nachforschungen und Materialsammlungen wurden in meinem Auftrag durch Peter Zeindler ein Exposé, durch die Berliner Produktion Metropolis eine Drehbuchskizze und im Auftrag der Catpics-Produktion durch Inka Bach drei Drehbuchentwürfe erstellt.

Der ungarische Regisseur Istvan Szabo (Mephisto, Oberst Redl, Hanussen) wollte die Weiterbearbeitung des Filmstoffes übernehmen; aber nachdem sein Drehbuchautor in eine Trinkerheilanstalt eingeliefert wurde, hat er sich vom Projekt zurückgezogen.

Der Publizist Willi Wottreng hat das Recherchematerial 2002-04 zu einem Buch verarbeitet: Orell Füssli-Verlag (2005) Titel: «Die Millionärin und der Maler».

Seither wartet diese grosse Tragödie, die die noch junge Schweiz und ihre Regierung nachhaltig erschütterte, auf eine Weiterbearbeitung.

 


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